Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Jahr 2022. 

Für viele von uns hat ein neues Jahr einen kleinen Zauber. So verbinden wir den Jahreswechsel oft mit Wünschen nach Gesundheit, Lebensfreude, schönen Momenten, Erfolgen und beruflichen wie privaten Glanzpunkten. Oder einfach mit Ruhe und Gelassenheit.

Vereint sehen wir uns in dem Wunsch nach dem Ende der Corona-Pandemie. 

Mehr als die Hälfte von uns hat gute Vorsätze für 2022. Da tauchen eine gesündere Ernährung, umweltorientierteres Verhalten, Sport, mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und viele andere bekannte Themen auf. 

Viele von uns wünschen sich alte, unattraktive Gewohnheiten wie das Rauchen, zu viel Alkohol zu trinken, zu viel Zeit auf der Couch oder in den sozialen Medien zu verbringen, loszuwerden. 

Andere wollen mehr auf sich selbst achten, sich beruflich neu orientieren, gelassener werden, häufiger NEIN sagen, etc.

Konkret wird es, wenn wir uns klare Ziele setzen. Formulieren Sie Ihre Ziele positiv und auf das Ziel orientiert. Also: Wo wollen Sie hin, statt wovon wollen Sie weg. Ihr Ziel sollte für Sie sinnstiftend, attraktiv und motivierend sein. 

Überlegen Sie sich genau, welche Ressourcen Sie zum Erreichen der Ziele haben bzw. welche Sie zusätzlich benötigen. Welche Werte und Motive helfen Ihnen bzw. blockieren Sie auf Ihrem Weg?

 

So sind wir erfolgreich

Impuls: Weniger ist mehr

Die Ziele sind smart formuliert, die Ressourcen gefunden, jetzt kann es losgehen. Auf dem persönlichen Optimierungsplan stehen Sport, Ernährung und berufliches Vorhaben wie zum Beispiel den nächsten Karriereschritt zu machen.

Sehr ambitioniert und ein Grund, um zu scheitern, da es wahrscheinlich zu viele Vorhaben auf einmal sind. Die Änderung von Verhaltensweisen kostet Kraft. 

Um unsere Vorhaben durchzuziehen und trotz verschiedener Einflüsse dranzubleiben, benötigen wir mehr als Motivation: für den Erfolg brauchen wir Willensstärke, wissenschaftlich als Volition bezeichnet.

Während Motivation die Intensität unseres Umsetzungswunsches beschreibt = Ich will …, ist die Volition die Bereitschaft, sich engagiert und kraftvoll für die Umsetzung einzusetzen = Ich werde – komme, was da wolle.1

Der Start in ein neues Vorhaben klappt oft recht gut. Dann kann es passieren, dass unsere Motivation langsam sinkt. Jetzt stehen wir am entscheidenden Punkt: Aufgeben oder mit Willensstärke zum Ziel kommen.

Bringen wir die nötige Willensstärke auf und es zeigen sich erste Erfolge, kommt die Motivation meistens wie von selbst zurück.

In der Forschung ging man lange Zeit davon aus, dass eine hohe Motivation und realistische Ziele, verknüpft mit einem zeitlichen Rahmen, ausreichend sind, um erfolgreich zu sein. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich das leider nicht bestätigen. Ich habe meine Ziele spezifisch und messbar formuliert, sie waren realistisch, attraktiv und terminiert. Und trotzdem habe ich einige Vorhaben abgebrochen. Forscher:innen haben bestätigt, dass wir mehr brauchen als den Wunsch nach Veränderung: Wir brauchen zusätzlich Willensstärke.


Es ist die Kraft, die dafür sorgt, dass wir trotz möglicher Unlustgefühle, Bequemlichkeit, Angst, Lustlosigkeit, Verlockungen oder Ablenkungen an unserem Vorhaben dranbleiben und es umsetzen. Die Volition ist das persönliche Notstromaggregat, das uns mit Energie versorgt, wenn die Stromversorgung, die Motivation, ausfällt.2

Wir verfügen nur begrenzt über die so wichtige Ressource Willensstärke. Sie verbraucht sich über den Tag. Deshalb ist es erforderlich, sie sich gut einzuteilen und uns nur so viel vorzunehmen, wie wir realistisch auch umsetzen können. Alles andere kann sehr frustrierend sein und zum Abbruch des Vorhabens führen.

Die gute Nachricht: Willensstärke ist trainierbar. 

 

Impuls: Was will ICH?

Um unsere Ziele zu erreichen, sollten wir sie gut überlegen und planen. Dazu gehört zum Beispiel die Frage: Was will ICH wirklich? Welche meiner Motive, Werte und Bedürfnisse spreche ich an? Welche helfen mir, mein Vorhaben umzusetzen, welche hindern mich?


Will ich den Halbmarathon laufen, um zu einer Gruppe, in der Firma oder im Freundeskreis, dazuzugehören? Das kann auf ein Bedürfnis nach Zugehörigkeit hinweisen.

Will ich den Halbmarathon laufen, um mir und ggf. anderen zu beweisen, dass ich es schaffe? Dahinter steht ggf. das Motiv Wettkampf mit einer starken Ausprägung in Richtung kämpferisch und gewinnen zu wollen.

Will ich den Halbmarathon laufen, weil ich es schon immer einmal wollte?

Hier habe ich ein Bedürfnis und ein Motiv aufgezeigt. Natürlich ist es vielschichtiger, als hier von mir dargestellt. Hören Sie in sich rein und überlegen Sie genau, was Sie antreibt und was Sie aufhält. Suchen Sie sich ggf. Hilfe durch einen Coach.

 

Impuls: Der richtige Zeitpunkt

Neues Jahr, neues Glück!? Der 1. Januar scheint ein guter Startpunkt für neue Ziele und Vorhaben zu sein. Prüfen Sie, ob es wirklich ein optimaler Zeitpunkt ist. Wenn es zum Beispiel ums Abnehmen und gesündere Ernährung geht, macht uns am 1. Januar ein mit zahlreichen und leider oft auch kalorienreichen Leckereien gefüllter Kühlschrank einen Strich durch die Rechnung. Wegwerfen von Lebensmitteln ist keine Option. Damit haben wir uns selbst eine große Hürde gesetzt.

Starten Sie in die Umsetzung Ihrer Ziele, wenn es für Sie passt. In der Prüfungsvorbereitung mit dem Rauchen aufzuhören, wird schwer. Wahrscheinlich benötigen Sie Ihre gesamte Willenskraft, um sich für die Prüfung fitzumachen. Da bleibt kaum etwas für das andere Vorhaben, das damit zum Scheitern verurteilt ist.
 

Mein Angebot für Sie 

Welche Ziele haben Sie? Sehr gerne unterstütze ich Sie in Ihrer Zielformulierung, bei der Stärkung Ihrer Willenskraft, beim Eruieren Ihrer Motive, Bedürfnisse und Ressourcen.

Kontaktieren Sie mich für ein kostenfreies Kennenlern- und Orientierungsgespräch. 

Gemeinsam finden wir Ihren Weg. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.  

 

Herzliche Grüße 

 

Cornelia Dill

Trainerin | Systemischer Management Coach | MPAexpertin

 

 

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