Große Projekte sind ein Marathon, kein Sprint 

Wir alle kennen Projektarbeit. Wir arbeiten zeitlich befristet mit Kolleginnen und Kollegen, oft abteilungs- und bereichsübergreifend zusammen, um ein bestimmtes Ergebnis oder Ziel zu erreichen. Start- und Enddatum sind klar definiert. In Projekten geht es um Veränderung, Entwicklung oder Optimierung. 

Der Nutzen von Projekten, vorausgesetzt sie sind zielgerichtet und gut geplant, liegt auf der Hand: Wir bündeln unser Fachwissen, bewältigen komplexe Aufgaben, entwickeln neue Ideen. Projekte schaffen Transparenz. 

Auch als Führungskräfte und Mitarbeitende profitieren wir von Projektarbeit. Wir werden im Unternehmen sichtbarer, lernen uns untereinander besser kennen und gestalten mit, statt nur umzusetzen. Wir nutzen und entwickeln unsere Kompetenzen weiter, lernen Neues, sammeln Erfahrungen. 

Zu Beginn ist unsere Euphorie oft groß. Ich erinnere mich an tolle Projekte mit klaren Zielen, Kick-off-Veranstaltungen und vielen Ideen. 
Doch nach einigen Wochen oder Monaten zeigt sich häufig eine andere Realität: Termine verschieben sich, neue Herausforderungen tauchen auf, Abstimmungen dauern länger als geplant und der Arbeitsberg scheint eher größer als kleiner zu werden. 

Zeitdruck, Frust, Demotivation machen sich breit. 


Auch als Führungskräfte und Mitarbeitende profitieren wir von Projektarbeit. Wir werden im Unternehmen sichtbarer, lernen uns untereinander besser kennen und gestalten mit, statt nur umzusetzen. Wir nutzen und entwickeln unsere Kompetenzen weiter, lernen Neues, sammeln Erfahrungen. 

Die Euphorie zu Beginn ist oft groß. Es gibt klare Ziele, Kick-off-Veranstaltungen und viele Ideen. Doch nach einigen Wochen oder Monaten zeigt sich häufig eine andere Realität: Termine verschieben sich, neue Herausforderungen tauchen auf, Abstimmungen dauern länger als geplant und der Arbeitsberg scheint eher größer als kleiner zu werden. 

Zeitdruck, Frust, Demotivation. Stehen wir vor dem Projekt-Aus? 

Nein! Das ist oft weder möglich noch nötig. 

Die entscheidende Frage: 

Wie schaffen wir es, über einen langen Zeitraum motiviert, leistungsfähig und engagiert zu bleiben? 

Impulse für Führungskräfte 

Orientierung schaffen 

Wir halten Belastungen besser aus, wenn wir verstehen, warum wir etwas tun. Wenn uns der Sinn des Projekts klar ist, verkraften wir Herausforderungen leichter. 

Es hilft, folgende Fragen regelmäßig zu beantworten: 

-      Warum ist dieses Projekt wichtig? 

-      Welchen Nutzen bringt es für Kunden, Mitarbeitende oder das Unternehmen? 

-      Was haben wir bereits erreicht und wie ist es uns gelungen? 

-      Was ist der nächste wichtige Schritt? 

Gerade in langen Projekten reicht es nicht aus, diese Fragen einmal beim Projektstart zu beantworten. Menschen benötigen immer wieder Orientierung. 

 

Den Berg in Etappen aufteilen 

Ein Projekt, das noch zwölf Monate dauert, wirkt schnell überwältigend. Deshalb ist es hilfreich, den Fokus auf die nächste Etappe zu richten. 

Anstatt ständig über das Gesamtprojekt zu sprechen, sollten wir kleinere Meilensteine definieren: 

-      Was wollen wir diesen Monat erreichen? 

-      Was schaffen wir in den nächsten zwei Wochen? 

-      Woran arbeiten wir aktuell? 

Kleine Schritte wirken machbar und fördern das Gefühl von Fortschritt. 

 

Erfolge sichtbar machen 

Oft sprechen wir ausführlich über Probleme, seltener über Erfolge. Erfolgserlebnisse ein wichtiger Energielieferant. 

Folgende Fragen helfen: 

-      Was ist uns diese Woche gelungen? 

-      Welche Hürde haben wir überwunden? 

-      Worauf können wir stolz sein? 

Das stärkt Motivation und Zusammenhalt. 

 

Belastungen ernst nehmen 

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Druck und Unsicherheit. Während einige Mitarbeitende und auch wir selbst, Herausforderungen als Ansporn erleben, geraten andere schneller an ihre Grenzen. 

Deshalb sollten wir aufmerksam zuhören und Belastungen offen ansprechen. Ein Pauschalsatz wie: „Nach dem Projekt wird alles besser!“ hilft selten. Besser ist es, die Themen gezielt anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. 

Dabei helfen zum Beispiel Fragen wie: 

-      Was kostet dich besonders viel Energie? 

-      Wo benötigst du Unterstützung? 

 

Impulse für Mitarbeitende und Teams 

Den Fokus auf das Beeinflussbare richten 

Große Projekte enthalten viele Faktoren, die wir alleine nicht steuern können. Wenn wir uns ständig mit offenen Baustellen beschäftigen, verlieren wir schnell Energie. 

Zielführender ist es, sich konkret mit dem zu beschäftigen, was wir selbst machen können. 

 

Eigene Fortschritte wahrnehmen 

Wir schauen auf den Berg, der vor uns liegt und zu selten auf das, was wir bereits absolviert haben. Das kennen wir aus verschiedenen Bereichen unseres Lebens: Was muss ich noch alles lernen, um die Prüfung zu bestehen? Was muss ich noch alles machen, damit die Wohnung, das Haus, der Garten in einem akzeptablen Zustand sind? … 

Besser: 

-      Was habe ich heute erledigt? 

-      Welches Problem konnte ich lösen? 

-      Was habe ich gelernt? 

-      Wem konnte ich helfen? 

Diese bewusste Wahrnehmung stärkt die eigene Selbstwirksamkeit. 

 

 Unterstützung nutzen 

Wir können und müssen nicht alles alleine schaffen. Es ist selten erfolgreich und macht weniger Freude. 

Fragen wir uns besser: 

-      Wer kann mich unterstützen? 

-      Wen kann ich um Rat bitten? 

-      Welche Aufgabe könnten wir gemeinsam lösen? 

 

Gemeinsam im Team 

In stressigen Phasen hilft es, im Team regelmäßig innezuhalten und gemeinsam zu reflektieren: 

-      Was läuft gut? 

-      Was behindert uns? 

-      Was brauchen wir voneinander? 

-      Wo können wir uns gegenseitig entlasten? 

So können wir Missverständnisse und Reibungsverluste minimieren. Außerdem stärken wir unsere Verbundenheit im Team. Das gelingt besonders gut, wenn wir das Erreichte gebührend feiern. Ein gemeinsames Frühstück oder ähnliche kleine Aktivitäten bewirken oft sehr viel. 

 

Das perfekte Projekt gibt es nicht. Es wird Phasen geben, in denen wir motiviert und voller Energie sind und andere, in denen wir zweifeln, genervt oder erschöpft sind. Das gehört dazu. 

Entscheidend ist, wie wir mit den Herausforderungen umgehen. Wenn wir uns immer wieder auf das Ziel besinnen, Erfolge sichtbar machen, Unterstützung annehmen und gemeinsam Schritt für Schritt weitergehen, kommen wir auch durch anspruchsvolle Projektphasen. 

Denn große Projekte sind kein Sprint. Sie sind ein Marathon. Dafür brauchen wir Ausdauer, gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, immer wieder den nächsten Schritt zu gehen. 

 

Wenn du dich zu diesem Thema austauschen möchtest, freue ich mich auf deine Nachricht. Gerne unterstütze ich dich mit Impulsen und praktischen Ideen. 

Herzliche Grüße 

Conny