Herzensprojekt Buch
Ich brauche 48 Stunden pro Tag!
Der Traum, ein Buch zu schreiben, begleitet mich schon sehr lange. Jetzt ist es endlich so weit: Ich habe begonnen, und allein dieser erste Schritt fühlt sich unglaublich erfüllend an. Der Schreibprozess eröffnet mir eine besondere Form von Freiheit. Ich forme meine Gedanken, Seite für Seite, ohne Grenzen oder Vorgaben. Genau das macht das Schreiben für mich so faszinierend und lebendig. Und langsam wächst das Buch. Zwei Kapitel sind fertig, das dritte ist in Arbeit.
Gleichzeitig ist meine etwas romantische Vorstellung vom Schreiben nun in der Realität angekommen. Ich merke: Schreiben braucht Zeit, sehr viel Zeit.
Das bedeutete für mich, mein Zeitmanagement noch einmal zu durchdenken. Ich habe drei Bereiche neu beleuchtet und auf den Prüfstand gestellt: Entscheidungen treffen, Disziplin halten und Pausen machen.
Warum geht nicht alles auf einmal? Priorität A haben und behalten für mich meine Kundinnen und Kunden. Deshalb habe ich entschieden, an Seminartagen nicht zu schreiben. Diese Entscheidung hat Zeit gebraucht und fühlt sich jetzt stimmig an. Wenn ich schreibe, sprudeln die Ideen nur so aus mir heraus. Bereits mehrfach wurde ich gefragt, wann ich fertig sein werde – eine gute und für mich wichtige Frage. Die Antwort: Es dauert noch ein wenig. Ich habe den Zeitplan nach hinten verschoben.
Diszipliniert zu arbeiten heißt, den eigenen Willen, Gedanken, Emotionen und Handlungen trotz Ablenkungen und konkurrierender Bedürfnisse auf ein Ziel auszurichten. Alleine dieser Satz verdeutlich: Es ist gar nicht so einfach! Sofort kommt uns der innere Schweinehund, den es wissenschaftlich betrachtet gar nicht gibt, in den Sinn. Gefühlt kann er schon ein echter Gegner sein. Ich bin vorbereitet auf ihn. Sollte er übermächtig werden, machen wir gemeinsam einen Spaziergang.
Wenn viel zu tun ist, arbeite ich ohne Pause durch. Diesen Satz höre ich immer wieder und gelegentlich habe auch diese Tendenz. Wir wissen, dass das wirklich kontraproduktiv ist.
Es erinnert uns an den Holzfäller, der unermüdlich und ohne Pause sägt und sägt.
Ein Spaziergänger sieht ihn und sagt: „Mach doch eine Pause und schärfe die Säge.“ Der Holzfäller antwortet: „Dafür habe ich keine Zeit; ich muss doch sägen!“
Wir brauchen bewusst Zeit für Reflexion, Erholung und Weiterentwicklung. Zeit, um unsere Werkzeuge zu schärfen und zu verbessern. Dazu gehört, die eigene Arbeitsweise zu hinterfragen, neue Methoden zu lernen und sich gezielt Pausen zur Regeneration zu gönnen.
Pausen sind eine gute Investition: Sie helfen uns, klarer zu denken, fokussierter zu arbeiten und langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen. Oft reichen schon wenige Minuten aus: einmal aufstehen, den Blick aus dem Fenster schweifen lassen und die Augen entlasten. Eine gemeinsame Mittagspause mit Kolleginnen und Kollegen oder ein kurzer Spaziergang bringt Abstand, neue Impulse und frische Energie.
Zeit- und Selbstmanagement bietet uns eine Vielzahl an Tools. Einige begleiten uns konstant, andere geraten mit der Zeit etwas in den Hintergrund. Es lohnt sich, bewusst innezuhalten und einen Blick darauf zu werfen: Welche Werkzeuge haben mir schon einmal gut geholfen? Was könnte ich wieder aktivieren oder intensiver nutzen, um meinen Alltag klarer und strukturierter zu gestalten?
Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst oder gemeinsam herausfinden möchtest, was für dich am besten funktioniert, melde dich gerne.
Herzliche Grüße
Conny Dill